
Die Frage, wann der richtige Zeitpunkt für den ersten Besuch beim Kieferorthopäden ist, beschäftigt viele Eltern. Eine frühzeitige Untersuchung kann entscheidend für die gesunde Entwicklung der Zähne und des Kiefers sein. Dieser Artikel gibt einen Überblick darüber, warum und wann eine zahnärztliche und kieferorthopädische Untersuchung bei Kindern sinnvoll ist.
Die gesetzlich vorgesehene Früherkennungsuntersuchung ist Teil der zahnärztlichen Vorsorge für Kinder und wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Für Dich ist sie in der Regel kostenfrei und findet in mehreren Intervallen zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 6. Lebensjahr statt.
Dabei werden unter anderem folgende Punkte überprüft:
Ziel ist es, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und Dein Kind bei Bedarf rechtzeitig an einen Kieferorthopäden zu überweisen.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie (DGKFO) ist ein erster Kontrollbesuch beim Kieferorthopäden im Alter von etwa sechs bis sieben Jahren empfehlenswert. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die ersten bleibenden Zähne durchzubrechen, und es lassen sich bereits erste Fehlstellungen erkennen. Erfahre hier mehr darüber, wie sich unsere Kiefer im Laufe des Lebens entwickeln.
Eine frühzeitige kieferorthopädische Untersuchung ermöglicht es, potenzielle Zahn- und Kieferfehlstellungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zu behandeln. Dies kann langfristige Probleme vermeiden und die Notwendigkeit für umfassendere Eingriffe in der Zukunft reduzieren. Zu den häufigsten Problemen, die bei Kindern auftreten, gehören:
Je früher eine Behandlung beginnt, desto sanfter und kürzer kann die kieferorthopädische Therapie verlaufen. In manchen Fällen ist sogar eine sogenannte Frühbehandlung sinnvoll – bereits im Milchgebiss.
Eltern sollten auf bestimmte Anzeichen achten, die auf kieferorthopädische Probleme hindeuten könnten. Dazu gehören:
Wenn eines oder mehrere dieser Anzeichen auftreten, ist es ratsam, einen Kieferorthopäden aufzusuchen.
Bei der ersten Untersuchung führt der Kieferorthopäde eine gründliche Untersuchung des Kiefers und der Zähne des Kindes durch. Dazu gehören in der Regel:
Je nach Diagnose kann der Kieferorthopäde verschiedene Behandlungsoptionen empfehlen. Diese können von einfachen Maßnahmen wie dem Einsatz von Platzhaltern bis hin zu komplexeren Behandlungen wie festen Zahnspangen reichen. Bei Kindern werden häufig herausnehmbare Geräte verwendet, die das Wachstum des Kiefers beeinflussen und so Fehlstellungen korrigieren können.
Für Kinder und Jugendliche übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten der Erstuntersuchung vollständig, sofern es sich um eine vertragsärztliche Praxis handelt. Auch kieferorthopädische Behandlungen werden häufig von der Krankenkasse bezahlt – abhängig von der sogenannten KIG-Einstufung (Kieferorthopädische Indikationsgruppen).
Liegt eine behandlungsbedürftige Fehlstellung vor (ab KIG-Stufe 3), werden die Kosten bis auf den gesetzlich vorgeschriebenen Eigenanteil übernommen.
Für privat versicherte Patientinnen und Patienten oder Leistungen außerhalb der Regelversorgung gelten in unserer Praxis folgende Preise:
Wichtig für Dich: Ist Dein Kind gesetzlich versichert, ist die Erstuntersuchung in unserer Praxis in der Regel kostenfrei.
Ein früher Besuch beim Kieferorthopäden kann entscheidend für die Zahn- und Kiefergesundheit Deines Kindes sein. Eltern sollten nicht zögern, eine Untersuchung durchführen zu lassen, wenn Anzeichen für mögliche Probleme vorliegen. Durch eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung können langfristige Vorteile für die Zahngesundheit des Kindes erzielt werden.
Eine erste kieferorthopädische Kontrolle ist oft bereits im Grundschulalter sinnvoll. So können Fehlstellungen früh erkannt und das Wachstum von Zähnen und Kiefer gezielt begleitet werden. Je früher bestimmte Probleme entdeckt werden, desto einfacher lassen sie sich häufig behandeln.
Erste Hinweise können schiefe oder eng stehende Zähne, Probleme beim Abbeißen, ein Kreuzbiss oder häufige Mundatmung sein. Auch Sprachauffälligkeiten oder Schwierigkeiten beim Kauen können auf eine Fehlstellung hinweisen. Viele Entwicklungen lassen sich jedoch nur durch eine frühzeitige kieferorthopädische Kontrolle erkennen – deshalb ist eine Untersuchung oft sinnvoll, bevor sichtbare Probleme entstehen.
Bei der ersten Untersuchung werden Zähne, Kiefer und Biss gründlich kontrolliert. Je nach Situation können zusätzlich Röntgenbilder oder Zahnabdrücke angefertigt werden, um die Entwicklung genau beurteilen zu können.
Ja, bei gesetzlich versicherten Kindern wird die kieferorthopädische Erstuntersuchung in der Regel vollständig von der Krankenkasse übernommen. Auch spätere Behandlungen werden häufig bezahlt, wenn eine entsprechende KIG-Einstufung vorliegt.
Die Behandlung hängt immer von der individuellen Fehlstellung ab. Häufig kommen bei Kindern herausnehmbare Zahnspangen zum Einsatz, um das Kieferwachstum zu unterstützen. Später können – falls notwendig – auch feste Zahnspangen oder Aligner eingesetzt werden.