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Früherkennung bei Kindern: Wann ist der richtige Zeitpunkt für den ersten Besuch beim Kieferorthopäden?

13.7.2024
Früherkennung bei Kindern: Wann ist der richtige Zeitpunkt für den ersten Besuch beim Kieferorthopäden?
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Inhaltsverzeichnis

Früherkennung bei Kindern: Wann ist der richtige Zeitpunkt für den ersten Besuch beim Kieferorthopäden?

Die Frage, wann der richtige Zeitpunkt für den ersten Besuch beim Kieferorthopäden ist, beschäftigt viele Eltern. Eine frühzeitige Untersuchung kann entscheidend für die gesunde Entwicklung der Zähne und des Kiefers sein. Dieser Artikel gibt einen Überblick darüber, warum und wann eine zahnärztliche und kieferorthopädische Untersuchung bei Kindern sinnvoll ist.

Was ist die zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung?

Die gesetzlich vorgesehene Früherkennungsuntersuchung ist Teil der zahnärztlichen Vorsorge für Kinder und wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Für Dich ist sie in der Regel kostenfrei und findet in mehreren Intervallen zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 6. Lebensjahr statt.

Dabei werden unter anderem folgende Punkte überprüft:

  • Zahndurchbruch und Zahnanzahl
  • Kariesrisiko
  • Ernährungs- und Trinkgewohnheiten
  • Fluoridversorgung
  • Zahnstellung und mögliche Fehlentwicklungen des Kiefers

Ziel ist es, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und Dein Kind bei Bedarf rechtzeitig an einen Kieferorthopäden zu überweisen.

Der ideale Zeitpunkt für den ersten Besuch beim Kieferorthopäden

Laut der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie (DGKFO) ist ein erster Kontrollbesuch beim Kieferorthopäden im Alter von etwa sechs bis sieben Jahren empfehlenswert. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die ersten bleibenden Zähne durchzubrechen, und es lassen sich bereits erste Fehlstellungen erkennen. Erfahre hier mehr darüber, wie sich unsere Kiefer im Laufe des Lebens entwickeln.

Warum ist eine frühe Untersuchung wichtig?

Eine frühzeitige kieferorthopädische Untersuchung ermöglicht es, potenzielle Zahn- und Kieferfehlstellungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zu behandeln. Dies kann langfristige Probleme vermeiden und die Notwendigkeit für umfassendere Eingriffe in der Zukunft reduzieren. Zu den häufigsten Problemen, die bei Kindern auftreten, gehören:

  • Kreuzbiss
  • Offener Biss
  • Tiefbiss
  • Engstand der Zähne
  • Vorstehende Schneidezähne

Je früher eine Behandlung beginnt, desto sanfter und kürzer kann die kieferorthopädische Therapie verlaufen. In manchen Fällen ist sogar eine sogenannte Frühbehandlung sinnvoll – bereits im Milchgebiss.

Frühe Anzeichen für kieferorthopädische Probleme

Eltern sollten auf bestimmte Anzeichen achten, die auf kieferorthopädische Probleme hindeuten könnten. Dazu gehören:

  • Schwierigkeiten beim Kauen oder Beißen
  • Atemprobleme, insbesondere durch den Mund
  • Daumenlutschen über das Kleinkindalter hinaus
  • Frühzeitiger Verlust von Milchzähnen
  • Zähneknirschen

Wenn eines oder mehrere dieser Anzeichen auftreten, ist es ratsam, einen Kieferorthopäden aufzusuchen.

Ablauf der ersten Untersuchung

Bei der ersten Untersuchung führt der Kieferorthopäde eine gründliche Untersuchung des Kiefers und der Zähne des Kindes durch. Dazu gehören in der Regel:

  • Visuelle Inspektion der Zähne und des Kiefers
  • Anfertigung von Röntgenaufnahmen, um die Position der Zähne und den Zustand des Kieferknochens zu beurteilen
  • Abdrücke der Zähne, um Modelle für die weitere Diagnose und Planung zu erstellen

Behandlungsoptionen für Kinder

Je nach Diagnose kann der Kieferorthopäde verschiedene Behandlungsoptionen empfehlen. Diese können von einfachen Maßnahmen wie dem Einsatz von Platzhaltern bis hin zu komplexeren Behandlungen wie festen Zahnspangen reichen. Bei Kindern werden häufig herausnehmbare Geräte verwendet, die das Wachstum des Kiefers beeinflussen und so Fehlstellungen korrigieren können.

Wer übernimmt die Kosten?

Für Kinder und Jugendliche übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten der Erstuntersuchung vollständig, sofern es sich um eine vertragsärztliche Praxis handelt. Auch kieferorthopädische Behandlungen werden häufig von der Krankenkasse bezahlt – abhängig von der sogenannten KIG-Einstufung (Kieferorthopädische Indikationsgruppen).

Liegt eine behandlungsbedürftige Fehlstellung vor (ab KIG-Stufe 3), werden die Kosten bis auf den gesetzlich vorgeschriebenen Eigenanteil übernommen.

Kieferorthopädie Dr. Pottbrock – Deine Kosten im Überblick

Für privat versicherte Patientinnen und Patienten oder Leistungen außerhalb der Regelversorgung gelten in unserer Praxis folgende Preise:

  • Erstuntersuchung & Diagnostik (privat): 150 €
  • Behandlung mit Metallbrackets: 3.000 – 4.500 €
  • Alignerbehandlung (z. B. Invisalign Teen): 500 – 2.500 €
  • Stabilisierungsschiene (Essixschiene): 150 €
  • Retainer (festsitzend): 250 €

Wichtig für Dich: Ist Dein Kind gesetzlich versichert, ist die Erstuntersuchung in unserer Praxis in der Regel kostenfrei.

Fazit

Ein früher Besuch beim Kieferorthopäden kann entscheidend für die Zahn- und Kiefergesundheit Deines Kindes sein. Eltern sollten nicht zögern, eine Untersuchung durchführen zu lassen, wenn Anzeichen für mögliche Probleme vorliegen. Durch eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung können langfristige Vorteile für die Zahngesundheit des Kindes erzielt werden.

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